Dramaturgie im Dokumentarfilm

Teilnehmende
12 Dokumentarfilmautor*innen, -regisseur*innen und Editor*innen, die mindestens einen Film fertiggestellt und ausgewertet haben
Datum und Ort

Samstag 10. April (09:30-18:00) und Sonntag 11. April 2021 (09:30-17:00) in Bern
Wenn das Seminar nicht vor Ort stattfinden kann, wird es online und zu einem reduzierten Tarif durchgeführt.

Anmeldefrist
abgelaufen!
Teilnahmegebühr
CHF 340, zwei Mittagessen inbegriffen
Sprache(n)
Deutsch, mit Übersetzung ins Französische
Organisation

Edgar Hagen, Programmverantwortlicher Regie Dokumentarfilm
Laura Coppens, Regisseurin

Im Unterschied zum Spielfilm werden Dokumentarfilme oft im Schneideraum gebaut. Dramaturgische Überlegungen stehen deshalb in der Montage an erster Stelle: Wie kann ich mit dem vorhandenen Material das packend erzählen, was ich mir vorgenommen hatte? Muss meine Ursprungsidee modifiziert werden? Was für eine Kernfrage stellt der Film? Was ist der Plot meines Films? Wie kann ich durch die Montage den Konflikt stärken und die Spannung steigern?

An Filmbeispielen wird untersucht, wie die Montage die Erzählung sowie die Gedanken und Gefühle der Zuschauer*innen führt. Arbeitstechniken werden vorgestellt: die planmässige Aufbereitung des Materials für den Schnitt und Methoden zur dramaturgischen Strukturfindung. Wie gewinne ich Überblick? Wie kommt es zu einem ersten Konzept und wie letztendlich zur Struktur? Dramaturgische Fragen zu eigenen Filmen können gerne eingebracht werden.

REFERENTIN

Gesa Marten DE
Editorin, Dramaturgin und Professorin an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Ihre Montagearbeit wurde mehrfach ausgezeichnet (Deutscher Fernsehpreis, Deutscher Kamerapreis, Filmplus Schnittpreis).
Filmographie Dokumentarfilm (Auszug): LUCICA UND IHRE KINDER (Bettina Braun, 2018), SHOT IN THE DARK (Frank Amman, 2016), SEHT MICH VERSCHWINDEN (Kiki Allgeier, 2015), DIE LETZTEN GIGOLOS (Stephan Bergmann, 2014), VOM ORDNEN DER DINGE (Jürgen Brügger, Jörg Haassengier, 2013), WO STEHST DU? (Bettina Braun, 2011)