Le regard féminin

Teilnehmende
20-30 Regisseur·innen und Kamerapersonen (bei Platz auch andere interessierte Filmschaffende willkommen)
Datum und Ort
2. und 3. Mai 2024 in Bern
Anmeldefrist
abgelaufen!
Teilnahmegebühr
CHF 300
Sprache(n)
Französisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche
Organisation
Géradline Rod, Programmverantwortliche Regie, FOCAL

Unter der Leitung der französischen Journalistin und Regisseurin Iris Brey erforschen die teilnehmenden Personen zwei Tage lang den filmischen Ansatz des «weiblichen Blicks», dessen Ziel es ist, Frauen zu filmen, ohne sie zu objektivieren, und so die Einzigartigkeit weiblicher Erfahrungen zu teilen. Der Kurs bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre eigene künstlerische Praxis zu reflektieren und zu erweitern.
 
Am ersten Tag beleuchtet Iris Brey den Begriff des weiblichen Blicks oder "female gaze", der ein revolutionäres Phänomen im zeitgenössischen Filmschaffen steht. Anhand von Filmbeispielen zeigt Iris Brey, wie der «weibliche Blick», der durchaus auch politisch motiviert ist, den Austausch und die Verbindung zwischen den Filmfiguren und den Zuschauenden unabhängig von ihrem Geschlecht gestärkt werden. Iris Brey beleuchtet dabei nicht nur die Theorie, sondern erzählt auch von ihren praktischen Erfahrungen aus ihrer Arbeit als Filmregisseurin. 


Am zweiten Tag steht die Zusammenarbeit zwischen Regie und Kamera im Mittelpunkt. Iris Brey und die Kamerafrau Inés Tabarin zeigen, wie sie gemeinsam das visuelle Vokabular für die Serie «Split» definiert haben. Sie erläutern, welche Überlegungen sie bezüglich Découpage und Inszenierung angestellt haben, damit sich die Zuschauerinnen und Zuschauer in die Gefühle der Protagonistin hineinversetzen und sich in ihren Kopf und Körper hineinfühlen können. Dabei geht es nicht nur um die Zusammenarbeit, sondern auch um die beiden unterschiedlichen und sich gegenseitig befruchtenden Perspektiven von Regie und Kamera. 


Anhand einer praktischen Übung beschäftigen sich die Teilnehmenden selbst mit der Découpage und möglichen Inszenierung einer bestimmten Szene.
 
Die Kursteilnehmenden sind an beiden Tagen eingeladen, von ihren eigenen Erfahrungen zu berichten. Spezifische Fragestellungen, die das Thema aufwirft, werden immer wieder im Plenum diskutiert.

Unterrichtende

Iris Brey F
Iris Brey hat in den USA Film studiert und sich auf Gender Studies spezialisiert. Als Journalistin, Autorin und Regisseurin ist sie eine einflussreiche Stimme, die Geschlechterstereotypen in Filmen und Serien anprangert. 2016 enthüllte ihr Buch "Sex and the Series" die Geschlechterdynamiken in Fernsehserien. Mit ihrem Buch "Le regard féminin, une révolution à l'écran" ruft sie dazu auf, den "female gaze" in der visuellen Kultur aufzuwerten. Im Jahr 2023 führte sie Regie bei SPLIT, einer Serie, die auf France TV Slash ausgestrahlt wurde.  

Inès Tabarin F
Inès Tabarin ist eine französische Kamerafrau. Sie hat viele Jahre als erste Kameraassistenz bei Spielfilmen wie Annette (Regie: Leos Carax) oder GOOD TIMES (Regie: Benny Safdie) gearbeitet. Als Chefkamerafrau arbeitete sie u.a. für die Serie SPLIT von Iris Brey, vivants (Regie: Alix Delaporte)  und ÀMA GLORIA (Regie: Maire Amachoukeli-Barsacq) .
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