Projektion von analogen Filmkopien

©Raff Fluri

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©Ashraf  Dowani

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Teilnehmende
10 – 16 Filmvorführer·innen, die im Kino oder bei Festivals arbeiten und bereits Vorkenntnisse in analoger Projektionstechnik haben.
Datum und Ort

10. und 11. Juni 2026, Lichtspiel / Kinemathek Bern

Anmeldefrist
6. Mai 2026

Bitte CV und eine kurze Beschreibung der Berufserfahrung beilegen, aus der hervorgeht, welche Gerätetypen und Projektoren bereits bekannt sind und mit welchen gearbeitet werden soll.
Teilnahmegebühr
350 CHF inkl. Mittagessen
Sprache(n)
Deutsch und Französisch mit Simultanübersetzung
Organisation
Raff Fluri, Leiter Weiterbildungsangebot

Seit der Digitalisierung der Kinos geht das Know-how über 16mm- und 35mm-Filmprojektionen sowie über die Wartung der entsprechenden Projektionsanlagen zunehmend verloren. Gleichzeitig sind längst nicht alle Filme digitalisiert, und die wenigen existierenden Kopien älterer Werke sind fragile Objekte, die möglichst schonend behandelt werden sollten. Doch nicht nur die Filmkopien selbst sind anfällig für Schäden – auch die meist schon älteren Projektoren stellen durch die unregelmässige Nutzung neue Herausforderungen dar.

Dieser Kurs bietet Mitarbeitenden von Kinos und Festivals die Möglichkeit, ihr Wissen aufzufrischen, den Umgang mit empfindlichen Filmkopien zu verbessern und wertvolle Kenntnisse zum Unterhalt der Kinotechnik zu erwerben – sowohl in der Theorie als auch in der Praxis.

Die Teilnehmenden erhalten bereits vor dem Kurs umfangreiche Unterlagen und Links zur inhaltlichen Vorbereitung. Diese ermöglichen es ihnen, ihre Grundkenntnisse in den Bereichen Film-, Bild- und Tonformaten, Trägermaterialien sowie dem Prinzip der Filmprojektion zu vertiefen. So kann am ersten Kurstag nach einer kurzen Einführung direkt in die Materie eingestiegen werden.

Am ersten Kurstag befassen sich die Teilnehmenden mit der Vorbereitung von Filmkopien für die Projektion sowie mit der Erkennung und Behebung von Filmschäden. Zudem werden die Besonderheiten historischer Filmkopien sowie die Pflege und der Unterhalt der Projektionsausrüstung behandelt. Am Nachmittag werden diese Themen in praktischen Gruppenarbeiten vertieft.

Der zweite Kurstag widmet sich der Inbetriebnahme von Projektionseinrichtungen, die seit längerer Zeit nicht mehr genutzt wurden. Auch der Transport und die Lagerung von Filmkopien sind Thema, ebenso verschiedene Verfahren der Live-Untertitelung, welche die Vorführung von Originalversionen mit Untertiteln in unterschiedlichen Sprachen ermöglicht. Der Nachmittag steht erneut für praktische Übungen zur Verfügung, wobei gezielt auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden eingegangen werden kann. 

Am Abend des ersten Kurstages zeigt das Lichtspiel den Film CINEMANIA (2002) in einer 35mm-Kopie. Die Kursteilnehmenden sind herzlich zu dieser Vorführung eingeladen.

Unterrichtende

David Landolf CH
David Landolf studierte an der ETH Lausanne Elektrotechnik. Schon als Kind bediente er den Super-8-Projektor seines Vaters und machte später die Ausbildung zum Kino-Operateur. Im Jahr 2000 gründete er die Lichtspiel/Kinemathek Bern. Seither leitet er diese Institution und kümmert sich besonders um die Erhaltung, den Betrieb und die Vermittlung analoger Filmtechnik. Er ist Lehrbeauftragter für verschiedene Hoch- und Fachhochschulen und war langjähriger Fachvertreter im Filmnetzwerk von Memoriav sowie Schadenexperte des Schweizerischen Kinoverbandes.

David Frey CH / FR
David Frey begann im Jahr 2010 als Filmvorführer zu arbeiten, mitten in der Übergangsphase von der analogen zur digitalen Kinotechnik. 2017 wurde er Ausbildner für analoge Kinotechnik und übernahm 2020 die Leitung der Filmvorführerausbildung in Frankreich. Seit 2022 ist er technischer Leiter des Bereichs Filmvorführung bei der Cinémathèque Suisse, die auch das Kino Capitole in Lausanne betreibt.


in Zusammenarbeit mit

Lichtspiel Kinemathek Bern     Cinémathèque suisse

mit Unterstützung von

International Federation of Film Archives     Association des Cinémathèques Européennes


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