Schreiben im Dokumentarfilm

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Teilnehmende
10-15 Regisseur·innen von Dokumentarfilmen (mind. 1 ausgewerteter Langfilm) oder Autor·innen, die für Dokumentarfilme schreiben
Datum und Ort
18. bis 20. Januar 2027 in Bern
Anmeldefrist
13. Dezember 2026
Bitte aktuelles CV, Motivationsschreiben sowie Projektidee einreichen.
Teilnahmegebühr
CHF 450
Sprache(n)
Deutsch
Organisation
Martin Skalsky, Programmverantwortlicher Regie Dokumentarfilm
Im dreitägigen Kurs setzen sich die Teilnehmenden mit dem Schreiben für dokumentarische Formen und Genres auseinander. Sie untersuchen, wie sie eine Drehvorlage entwickeln können, obwohl sich der Dreh eines Dokumentarfilms nicht vollständig planen lässt. Anhand von Fallbeispielen verfolgen sie den Weg von der Projektidee zur Drehvorlage und analysieren, wie sich eine dokumentarische Filmidee dramaturgisch vermitteln lässt. Dabei geht es sowohl um die Ausarbeitung des eigenen Projekts als auch darum, die filmische Vision gegenüber Förderinstitutionen nachvollziehbar zu kommunizieren.

Ruth Olshan und Ben Bräunlich kombinieren Schreibtechniken aus dem dokumentarischen und fiktionalen Bereich. In Hands-on-Übungen, unter anderem zum kreativen Schreiben, erproben und analysieren die Teilnehmenden unterschiedliche Techniken und erweitern damit ihren eigenen Schreibstil. Im Zentrum steht nicht die Frage, was der Dokumentarfilm darf, sondern wie sich eine Erzählweise entwickeln lässt, die dem eigenen Stoff und der eigenen filmischen Haltung entspricht.

Am ersten Kurstag beschäftigen sich die Teilnehmenden mit der Entwicklung einer plausiblen Dramaturgie zwischen eigener Vorstellung und dokumentarischer Realität. Sie untersuchen, wie sich eine künstlerische Vision in einem verständlichen Dossier vermitteln lässt, und schreiben einen ersten kurzen Text dazu, was sie erzählen wollen und warum. Die Texte werden anschliessend in Kleingruppen besprochen.

Am zweiten Kurstag vertiefen die Teilnehmenden ihre Erzähltechniken und entwickeln für ihre eigenen Projektideen ein erstes Schema einer Drehvorlage. Sie arbeiten an Annahmen, Figuren, Konflikten und Wendepunkten und setzen sich mit der Zusammenarbeit und Rollenverteilung zwischen Regie und Autor·in auseinander. Dabei überprüfen sie auch, wie die eigene filmische Haltung im Schreiben erhalten bleibt.

Am dritten Kurstag beschäftigen sich die Teilnehmenden mit emotionaler Gestaltung, Einführungs- und Schlusssequenzen, Charaktergestaltung und dem Einsatz von Humor. Zum Abschluss besprechen sie ihre Projekte und reflektieren gemeinsam deren dramaturgische Struktur.

Die eigenen Projekte bilden einen wichtigen Teil des Kurses. Die Teilnehmenden entwickeln ihre Texte weiter, besprechen sie gemeinsam mit den Unterrichtenden und diskutieren unterschiedliche erzählerische Lösungen.


Unterrichtende

Ruth Olshan
- DE
Ruth Olshan (HIMBEEREN MIT SENF 2022 / WOLFSWINKEL 2023) arbeitet als Regisseurin, Autorin und Schriftstellerin. Sie studierte Regie und Filmproduktion in Leeds (UK) und an der Kunsthochschule für Medien KHM Köln. Sie arbeitet als Professorin an der Internationalen Filmschule Köln IFS in der Fachrichtung Regie sowie an weiteren Institutionen im In- und Ausland als Dozentin für Dramaturgie, Storytelling und Drehbuch. Zudem arbeitet sie als Coach im Bereich Storytelling für Film und Literatur. Für ihre Arbeiten hat sie zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien erhalten.

Ben Bräunlich - DE
Ben Bräunlich arbeitet als Drehbuchautor, Produzent und Showrunner für Film und Serie. Er studierte an der Internationalen Filmschule Köln IFS mit Schwerpunkt Drehbuch. Zu seinen Arbeiten gehören der WDR-Film TOTER WINKEL (2017) sowie Drehbücher für die deutsche Reihe TATORT. Für TOTER WINKEL wurde er unter anderem für einen International Emmy Award nominiert.


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