Natürliches Licht

© ma.ja.de

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Ben Bernhard © Harriet Meyer

Ben Bernhard © Harriet Meyer

© Stine Heilmann

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Teilnehmende
Max. 12 Regisseur·innen und Kamerapersonen. Regie-Kamera-Duos möglich. Voraussetzung für die Teilnahme ist mindestens ein ausgewerteter Langfilm.
Datum und Ort
8. bis 11. Dezember 2026, in Bern und in Zürich (Unsere Farben)
Anmeldefrist
8. November 2026
Bitte aktuelles CV und Biofilmografie einreichen.
Teilnahmegebühr
CHF 450
Sprache(n)
Englisch
Organisation
Martin Skalsky, Programmverantwortlicher Regie Dokumentarfilm

In diesem viertägigen Kurs mit Kameramann Ben Bernhard setzen sich die Teilnehmenden mit dem kreativen Umgang mit vorhandenem Licht (Available Light) am Drehort auseinander. Sie untersuchen, wie sich vorhandenes Licht als gestalterisches und erzählerisches Mittel einsetzen lässt, um die eigene filmische Vision umzusetzen. Dabei beschäftigen sie sich auch damit, wie Licht als ästhetische und dramaturgische Entscheidung eingesetzt werden kann.

Am ersten Kurstag vermittelt Ben Bernhard anhand von Case Studies Einblicke in seine Arbeit mit Licht und bezieht Beispiele anderer Filme ein. Anhand von ALL THAT BREATHES (2022), der für den Oscar als bester Dokumentarfilm nominiert wurde, und Filmen aus seiner Zusammenarbeit mit Viktor Kossakovsky analysieren die Teilnehmenden, wie natürliches Licht genutzt und geformt werden kann, um Stimmung, Atmosphäre und Emotionen mitzugestalten. Dabei untersuchen sie auch die Wirkung unterschiedlicher Lichtwinkel und die Grenzen natürlichen Lichts. Übungen zur Lichtbeobachtung an realen Schauplätzen ergänzen die Filmanalysen und ermöglichen den Austausch aus Regie- und Kameraperspektive.

Am zweiten Kurstag bereiten die Teilnehmenden ihre individuellen Übungsprojekte vor. Sie analysieren die jeweiligen Herausforderungen im Umgang mit vorhandenem Licht und entwickeln daraus Aufgaben für die Drehs am folgenden Tag.

Den dritten Kurstag gestalten die Teilnehmenden selbstständig an einem frei wählbaren Ort. Sie setzen die zuvor entwickelten Aufgaben um und drehen Kürzestsequenzen, in denen sie selber den kreativen Umgang mit vorhandenem Licht erproben und dazu unterschiedliche visuelle Lösungen finden. Gedreht wird mit der eigenen Kameraausrüstung.

Der vierte Kurstag findet im Grading-Studio von Unsere Farben in Zürich statt und wird von Jürgen Kupka geleitet. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, ihre entstandenen Sequenzen zu präsentieren und Feedback zu erhalten. Gemeinsam diskutieren sie, wie die Lichtkonzepte beim Dreh umgesetzt wurden und wie sie die Erzählung beeinflussen. In praktischen Grading-Übungen untersuchen sie zudem, wie sich die Lichtgestaltung in der Postproduktion weiterbearbeiten lässt und welche technischen Grenzen das gedrehte Material setzt.

Der Kurs verbindet die gestalterische Arbeit mit Licht mit der Interaktion zwischen Regie und Kamera. Die Teilnehmenden erweitern ihr technisches und gestalterisches Vokabular, um Vorstellungen von Licht und Bild beim Dreh präzise kommunizieren zu können.

Unterrichtende

Ben Bernhard – DE
Ben Bernhard absolvierte ein Bachelor- und Masterstudium in Kamera an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Seit 2009 arbeitet er mit dem Dokumentarfilmer Viktor Kossakovsky zusammen, unter anderem bei AQUARELA (2018). Zu seinen weiteren Arbeiten gehört ALL THAT BREATHES (2022) von Shaunak Sen. Für die Kameraarbeit an diesem Film wurde er gemeinsam mit Riju Das und Saumyananda Sahi mehrfach ausgezeichnet.

Jürgen Kupka – CH
Jürgen Kupka absolvierte 1997 eine Ausbildung zum Film- und Videolaborant bei Bavaria Film in München, wo er analoge wie digitale Arbeitstechniken erlernte. Gleichzeitig besuchte er zur Vertiefung die Berufsschule in München in der Fachrichtung Fotografie. Seither ist er international als Colorist für Spiel- sowie Dokumentarfilme, Serien und Werbung tätig. Jürgen ist Mitbegründer des Postproduktions-Unternehmens «Unsere Farben» in Zürich.

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