Persönliche Dokumentarfilme behandeln Themen, mit denen die Filmschaffenden eng verbunden sind oder sie direkt betreffen. Es sind Filme, in denen nahestehende Personen, Familienmitglieder oder die Regie selbst vorkommen. Oft fehlt im Entstehungsprozess eine Aussensicht auf das Projekt. Dieser Kurs bietet die Gelegenheit, sich mit anderen Filmschaffenden auszutauschen und zu ergründen, was es braucht, damit eine persönliche Geschichte universell wird.
Der Kurs baut in Teilen auf einem bereits durchgeführten Kurs auf. Die beiden Dokumentarfilmregisseure Peter Entell und Steven Vit greifen Themen aus dem ersten Kurs wieder auf und entwickeln sie gemeinsam mit den Teilnehmenden weiter. Anhand von Filmausschnitten werden Ansätze für die Entwicklung, Recherche und Umsetzung behandelt. Mögliche Herausforderungen und Fallstricke werden ermittelt und diskutiert. Dabei geht es um die Frage, wie diese vermieden oder überwunden werden können. Im Kurs haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre aktuellen Dokumentarfilmprojekte der gesamten Gruppe kurz vorzustellen und Anregungen für die weitere Arbeit zu erhalten.
Die Teilnahme ist sowohl für Teilnehmende des ersten Kurses möglich wie auch für neu interessierte. Die Teilnahme ist sowohl mit als auch ohne Projekt möglich und gleichermassen sinnvoll.
Projektpräsentationen sind im Voraus auf Englisch einzureichen. Idealerweise beinhalten sie eine konkrete Fragestellung und ein fünf- bis zehnminütiger Ausschnitt aus bereits gedrehtem Material. Alternativ sind auch andere Präsentationsformen möglich und willkommen.
Unterrichtende
Peter Entell CH / USA
Peter Entell realisiert seit über 40 Jahren Dokumentarfilme. Bekannt ist er vor allem für A HOME FAR AWAY (2012), SHAKE THE DEVIL OFF (2007) und ROLLING (1997), die für zahlreiche internationale Festivals ausgewählt wurden. Seine Dokumentarfilme LIKE DEW IN THE SUN (2016) und SISTERS (2018) wurden im Wettbewerb von Visions du Réel Nyon und IDFA gezeigt.
Sein letzter Film GETTING OLD STINKS (2022) lief ebenfalls in Nyon im internationalen Burning-Lights-Wettbewerb, der neuartige, experimentelle und zeitgenössische Perspektiven im dokumentarischen Kino auszeichnet.
Steven Vit CH
Steven Vit absolvierte den Bachelor of Arts in Film an der HSLU (Hochschule Luzern, Design und Kunst) und schloss 2020 den Master of Arts in Film und Medien an der Stockholm University of the Arts ab. Er ist freischaffender Regisseur, Autor, Kameramann und Editor.
Sein Film FÜR IMMER SONNTAG (2022) gewann mehrere Preise, unter anderem den Publikumspreis am Filmfestival Max Ophüls 2023 sowie den Berner Filmpreis.


