Im Mittelpunkt dieses Programms steht die Entwicklung eines eigenen Drehbuchs. In sechs- vier- bis achttägigen Workshops, verteilt über ein Jahr, werden Fragen der Dramaturgie, der Filmsprache, der Dialogarbeit, der Produktion und des Medienrechts behandelt. Diese Inputs werden durch das Schreiben am eigenen Stoff verinnerlicht.
Alle Teilnehmenden haben eine·n persönliche·n Mentor·in, der/die ihr Projekt über das ganze Jahr betreut. Vor den Workshops in München treffen sich die drei Schweizer Teilnehmenden in Zürich jeweils zu einem eintägigen Kollo-
quium mit den Mentor·inn·en und besprechen Ihre Projekte. Für diese Besprechung haben die Mentor·inn·en und die Autor·inn·en auch die Stoffe der beiden anderen Teilnehmenden gelesen.
In den Zwischenphasen tauschen sich die Autor·inn·en bei individuell anberaumten Treffen oder in Gesprächen mit ihren Mentor·inn·en inhaltlich aus. Ort und Zeitpunkt werden individuell vereinbart.
Am Ende des Drehbuchjahres werden die Stoffe am Filmfest in München präsentiert und Produktionen und TV-Redaktionen angeboten. Die Pitchings dafür werden im letzten Workshop vorbereitet. Die Kontakte mit TV-RedakteurInnen, ProduzentInnen, AgentInnen etc. erleichtern den Einstieg ins Berufsleben und fördern die Vernetzung mit dem Kino- und Fernsehmarkt.
Die DrehbuchWerkstatt München/Zürich besteht seit 8 Jahren. Von den bisher 21 entwickelten Stoffen wurden bereits vier verfilmt (IM NIRGENDWO, Drehbuch Simone Schmid; MONSTER von Kerstin Polte; ATLAS von Niccolò Castelli; VON FISCHEN UND MENSCHEN von Stefanie Klemm). Weitere Stoffe befinden sich in der Finanzierung oder Vorproduktion; die 21 AutorInnen haben Drehbuchpreise und Treatment-Wettbewerbe gewonnen und sich auch mit anderen Projekten einen Namen gemacht.
Detailliertes Programm, Teilnahmebedingungen, Bewerbungsunterlagen, Auswahlverfahren
Richtlinien
MentorIerende Schweiz
Maya Fahrni
Seit 2019 freischaffende Dramaturgin. Vorher
Redaktorin im Bereich Fiktion von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF),
verantwortlich für TV-Spielfilme (WEGLAUFEN GEHT NICHT, LINA, AKTE GRÜNINGER) und TATORT-Produktionen (DIE MUSIK STIRBT ZULETZT, ein One-Take)
Katalin Gödrös
Seit 1997 Drehbuchautorin/Regisseurin für Kino (Mutanten, Songs of Love and Hate) und TV (Im Nirgendwo, Bestatter, Tatort) sowie Gastdozentin für Schauspielführung, Dramaturgie und Casting an der Deutschen Film und Fernsehakademie in Berlin und an der ZHdK.
Rudolf Nadler
Seit 1988 Drehbuchautor für Kino und TV (Schlaflose Nächte, F. EST UN SALAUD, ROSIE u.a.) sowie Lektor für Fernsehanstalten (Arte) und Filmproduktionen (Senator Film, Berlin; Vega Film, Zürich u.a.). Von 2015 bis 2019: Mitglied des Auswahlgremiums Fiktion der Zürcher Filmstiftung.
Programmkoordinatorin
Maria Brendle, Drehbuchautorin und Regisseurin, ehemalige Absolventin der DrehbuchWerkstatt München/Zürich