KI im Dokumentarfilmschaffen

© Erec Brehmer

© Erec Brehmer

Teilnehmende
12-18 Dokumentarfilmschaffende
Datum und Ort
17. bis 19. August 2026 in Bern
Anmeldefrist
5. Juli 2026
Bitte aktuelles CV und Motivationsschreiben einreichen
Teilnahmegebühr
CHF 450
Sprache(n)
Englisch
Organisation
Martin Skalsky, Programmverantwortlicher Regie Dokumentarfilm

Dieser dreitägige Workshop richtet sich an Dokumentarfilmschaffende, die sich mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz im dokumentarischen Erzählen auseinandersetzen möchten. Nebst Vermittlung von technischem Know-how, steht auch die eigene künstlerische und ethische Haltung gegenüber KI im Zentrum.

Der erste Kurstag zeigt die kreativen Möglichkeiten generativer KI im dokumentarischen Kontext. Anhand ausgewählter Beispiele wird der unterschiedliche KI-Einsatz im Dokumentarfilm analysiert. Die Videomacherin und Autorin Magdalena Kauz vermittelt die technischen Grundlagen von KI-Tools entlang der gesamten Produktionskette. Dabei entwerfen die Teilnehmer·innen eigene Videoarbeiten, in denen sie KI einsetzen.

Der zweite Kurstag legt die Frage ins Zentrum, ob KI lediglich als technisches Werkzeug zu verstehen ist oder ob sie neue narrative Formen hervorbringen kann. Anhand von Fallstudien werden unter Anleitung von Eric Brehmer zentrale Spannungsfelder zwischen Authentizität und Konstruktion, Fragen der Manipulation sowie dem verantwortungsvollen Umgang mit KI-generierten Inhalten diskutiert. Mögliche Fallstricke werden beleuchtet, die sich aus einer verantwortungslosen Nutzung von KI ergeben können. Ergänzt wird der Diskurs mit einem Online-Input von Dominique Lees über die Ethik der Kreativität beim Einsatz von KI-Technologien.

Der dritte Kurstag führt die Erkenntnisse in einer vertieften Anwendung zusammen. Dazu wird dokumentarisches Material mit KI-generierten Elementen kombiniert und gleichzeitig bewusst auch der Vergleich zur Arbeitsweise mit demselben Material ohne KI-Einsatz gezogen.

Der Workshop versteht sich als Raum für eine differenzierte Auseinandersetzung, in dem die Teilnehmenden ihre eigene Haltung zur Arbeit mit KI finden können.


Unterrichtende

Erec Brehmer - DE
Erec Brehmer absolvierte 2018 ein Regiestudium an der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF) und arbeitet als Regisseur zwischen klassischem Erzählkino und offenen, assoziativen Formen – sowohl im Spiel- als auch im Dokumentarfilm.
Seine Filme wurden auf renommierten Festivals gezeigt und ausgezeichnet (Filmfest München, Filmfestival Max Ophüls Preis, HotDocs, DOK.fest München, CamerImage). Im Jahr 2022 gewann er den Starter Filmpreis der Stadt München, 2025 den Baden-Württembergischen Filmpreis. Seit 2023 setzt sich Brehmer intensiv mit den ästhetischen, ethischen und strukturellen Auswirkungen generativer KI auf die Filmproduktion auseinander.


Magdalena Kauz - CH / AT
Magdalena Kauz ist Trainerin & Expertin für Bewegtbild, inklusive KI-gestützter Anwendungen. Daneben arbeitet sie als Videomacherin und Autorin. Sie war als Video-Journalistin und Realisatorin beim Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) tätig und beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit Bild, Text und Ton.
Ausgebildet wurde sie unter anderem an der Journalistenschule Ringier und am MAZ – Die Schweizer Journalistenschule, der ETH Zürich sowie der ARD/ZDF Medienakademie. Mit Barbara Weibel verfasste sie das Buch «Assoziative Filmsprache – Unsagbares in Bild und Ton erzählen» (2021).
Website


Dominic Lees - UK
Dominic Lees beschäftigt sich als Professor für Film an der University of Reading (UK) mit generativer KI in der Filmindustrie. Er veröffentlicht und forscht in den Bereichen Deepfakes, Stimmklonen und Text-to-Video, wobei sein besonderer Schwerpunkt auf der Ethik der Kreativität unter Einsatz von KI-Technologien liegt. Er ist der leitende Autor für KI beim BFI-Magazin „Sight & Sound“ und führt Deepfake-Faktenprüfungen für internationale Nachrichtenorganisationen (Reuters, Boom Live India) durch. 



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